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Wir fuehlen mit der Familie von Laura PDF Drucken E-Mail
Monday, 25. August 2008

Laura war 13 als sie am 03. Juli 2008 fuer immer von uns gegangen ist.

Unser tiefstes Mitgefuehl gilt den Eltern, Harry und Barbara, moege auch fuer euch die Zeit das Leid ertraeglicher machen, moeget auch ihr wieder Hoffnung schoepfen!

Vielen Dank, dass ihr trotz der schweren Zeit die Geschichte von Laura mit uns teilt. Meine Kerze brennt heute auch fur Laura mit ...

               Eure Jasmin mit Familie

Barbara's Worte ...

* So, nun was sollen wir Dir von Laura schreiben.
Als Harry am 8. Februar mit Laura in das Mutterhaus in Trier ging, sie hatte zu
diesem Zeitpunkt einen grippalen Infekt hinter sich, hatte plötzlich auftretendes
Nasenbluten und blaue Flecken am ganzen Körper, war innerhalb von kurze Zeit klar,
Lykos 16.000 und 2.000 Thrombos, dass sie nach 10 Jahren ein Rezediv hatte. Professor
Rau und alle waren total schockiert, das es bisher "anscheinend" noch
keinen solchen Fall gab. Daraufhin wurde sie direkt in die Uniklinik Homburg überwiesen,
jedoch erst nachdem sie stabil war und Blutkonserven erhalten hatte. In Homburg
bekam sie dann 3 Chemoblock in Vorbereitung auf die KMT in Frankfurt. Das verlief
eigentlich noch alles ganz normal, da sie die Chemo auch gut vertragen hat und eigentlich
keine größeren Nebenwirkungen hatte. Auch war zu diesem Zeitpunkt, da ihre Schwester
als Spender ausschied, schon ein passender Spender mit 10 von 10 Faktoren gefunden.
Hierüber waren wir natürlich total glücklich und haben auch die Zeit in der Laura
daheim sein konnte, aufgrund ihres guten Zustandes, genossen und uns eigentlich
in Hoffung auf ein gutes Ende gesonnt. Am 26. Mai, nach zwei Vorbereitungsgesprächen
ging dann Harry mit ihr nach Frankfurt. Auch dort hat sie wieder die Intensivchemoblöcke
"ganz" gut überstanden. Nebenwirkungen nach den Chemoblöcken waren Entzündung
der Schleimhäute im Hals und der Speiseröhre. Sie hat aber nie geklagt und war immer
voller Hoffnung. Zu diesem Zeitpunkt hat sie auch noch bei "Wer kennt wen"
eine Hompage eingerichtet "Wir schaffen das". Am 03.06. war dann die KMT
in Frankfurt. Das verlief auch alles sehr gut. Die neuen Spenderzellen wuchsen wie
erwartet an. Doch nach drei Wochen hatte sie plötzlich Wasser im Körper, als auch
Harry nachts angerufen wurde, sie würden 1 Liter Wasser suchen, der nicht gefunden
werden kann. Daraufhin wurde ein Katheder gelegt und das Wasser im Bauch gefunden.
Was jedoch ab diesem Zeitpunkt immer wieder kam und nie von den Ärzten in den Griff
bekommen wurde, war das Wasser in den Schamlippen. Auch wurde zu diesem Zeitpunkt
die Nierenfunktion ziemlich grenzwertig. Auch bekam sie zu diesem Zeitpunkt die
nach KMT "normalen" Nebenwirkungen" wie Verbrennungseirscheinungen
am Körper. Zwei Tage bevor Laura verstarb hatte Harry ein längeres Gespräch mit
Herrn Dr. Soerensen der sagte, dass die Werte sehr gut seien und wenn sie das Wasser
in den Griff bekämen, Laura in zwei Wochen nach Hause könnte. Wir haben uns natürlich
alle total gefreut und mit dem was dann kam, uns überhaupt nicht mehr identifiziert.
In der Nacht vom 2. auf den 3. Juli fiel Laura ins Koma und wurde ca. 20 Minuten
reanimiert, wobei ihr Gehirn in dieser Zeit ohne Sauerstoff war. Das war nachts
gegen 1.00 Uhr. Bei unserem ersten Gespräch mit dem verantwortlichen Chefarzt der
Intensivstation wurde uns dann gesagt, dass zwar noch Hirnströme messbar sind, aber
die Pupillenstelleung seit 1.00 Uhr nachts unverändert wäre, und selbst, die Nieren
hatten zu diesem Zeitpunkt ihre Funktion aufgegeben, wenn man das organisch nochmals
in den Griff bekommen sollte, Laura ein 100%iger Pflegefall wäre, die eigentlich
wenn man zu diesem Zeitpunkt die Herz-Lungen-Maschine abgeschaltet hätte, tot wäre.
Laura verstarb am 3. Juli um 22.08 Uhr nachdem keine Hirnstöme mehr messbar waren.
Laura war ein fröhliches und aufgewecktes Mädchen, ein ganz normaler Teenie mit
fast 14 Jahren mit allen Höhen und Tiefen. Sie war zwar ein Scheidungskind und immer
nur am Wochenenden bei uns (jedoch jedes Wochenende), mit der es ganz normalen Stress
gab wie eben in diesem Alter. Ihren Papa hat sie vergöttert und ihm eigentlich jeden
Willen getan. Ihre Hobby waren reiten. Die Liebe zu den Pferde ging ihr über alles
und die Sendung DSDS. Hier hat sie zuletzt die "Linda" protechiert, zu
der sie auch persönlichen Kontakt hatte. Sie hatte jede Menge Freundinnen und wäre
eigentlich auch am Wochenende, wenn sie bei uns war, öfters ausgerückt. Wir haben
Pläne geschmiedet was wir nach ihrer Genesung alles machen, sie wollte mehr Sport
machen und, das hatte sie schon, ihre Ernährung total auf "Gesundheit"
abgestimmt. Ihr größter Wunsch war wieder reiten zu gehen und zu schwimmen. Leider
kam alles anderst. *

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