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Hoffnung für Leukämie- und Tumorkranke Stammzellspender helfen Leben retten Durch Ihre Bereitschaft zur Blutanalyse helfen Sie mit beim weiteren Ausbau einer Stammzell/ Knochenmark-Spenderdatei.
Um einem an Leukämie oder Tumor erkrankten Menschen zu helfen, bedarf es häufig einer Stammzell- ode Knochenmarktransplantation, d.h. es werden Stammzellen eines gesunden ggf. fremden Spenders infundiert. Was sind Blutstammzellen? Blutstammzellen sind undifferenzierte oder wenig differenzierte Vorläuferzellen der einzelnen Blutbestandteile. Sie befinden sich im Knochenmark, insbesondere im Beckenkamm. Aus diesen Mutterzellen bilden sich die verschiedenen Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport, die Infektabwehr und die Blutungsstillung verantwortlich sind. Die Spende peripherer Blutstammzellen Hierbei gewinnt man die zur Transplantation erforderlichen Blutstammzellen mit Hilfe eines speziellen Verfahrens aus dem Blut des Spenders. Dem Spender wird über ca. 4 Tage ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor) gegeben. Dieses Medikament (G-CSF), zweimal täglich unter die Haut gespritzt, stimuliert die Produktion der Stammzellen, die dann aus dem Knochenmark in das periphere Blut übertreten. Hierbei können Nebenwirkungen wie Knochen- oder Gliederschmerzen, ähnlich wie bei einer Grippe auftreten. Die Symptome klingen nach der Spende rasch ab. In einer Spezialklinik werden die Stammzellen aus dem Blut mittles Leukapharese "herausgewaschen" (zentrifugiert). Bei dieser Methode wird das Blut des Spenders in einem ständigen Kreislauf aus einer Armvene durch einen Zellseparator geleitet und über eine weitere Vene zurückgeführt. Die Stammzellseparation dauert ca. 4-5 Stunden. In einigen Fällen muss sie am folgenden Tag wiederholt werden. Die Spende wird ambulant durchgeführt. Es ist kein stationärer Aufenthalt mit operativem Eingriff und Narkose erforderlich. Wer kann Spender werden Jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 - 50 Jahren. Es gelten nahezu die gleichen Ausschlusskriterien, wie für die Blutspende (Gesundheitsfragebogen). Bei bestimmten chronischen Infektionen ist eine Spende nicht, bei anderen ist die Spende nach Ausheilung wieder möglich. Die Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung geben Ihnen im Zweifelsfall gerne Auskunft. Die Knochenmarkspende Bei diesem Verfahren zur Stammzellgewinnung wird Knochenmark (nicht zu verwechseln mit Rückenmark) durch Punktion des Beckenkamms gewonnen. Dieser Eingriff wird stationär in einer Spezialklinik vorgenommen. Unter Vollnarkose wird dem Spender ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch entnommen und an den Patienten übertragen. Die Menge bildet sich innerhalb von 14 Tagen vollständig nach. Was bleibt, sind zwei kleine Narben über dem Gesäß. Nach ca. 2-3 Tagen im Krankenhaus kann der Spender wieder nach Hause gehen. Das Risiko bei der Knochenmarkentnahme beschränkt sich auf das übliche Narkoserisiko. Der Verdienstausfall und alle anderen anfallenden Kosten werden bei beiden Entnahmeverfahren von der Stiftung oder der Krankenkasse des Patienten ersetzt. Sollten Sie als Spender ausgewählt werden, wird bei Ihnen zu Ihrer eigenen Sicherheit ein umfassender Gesundheitscheckup durchgeführt. Quelle: Stefan-Morsch-Stiftung Bei weiteren medizinischen Fragen wenden Sie sich bitte an die Stefan-Morsch-Stiftung Kostenlose Hotline 0800 / 766 7724 |